voestalpine Zeitgeschichte Museum

voestalpine Zeitgeschichte Museum

Grafische Ausstellungsgestaltung und -konzeption

Im Zeitgeschichte Museum arbeitet die voestalpine ihre eigene Entstehungsgeschichte während des 2. Weltkriegs auf. Als Reichswerke Hermann Göring gegründet war sie ein wesentlicher Bestandteil der nationalsozialistischen Rüstungsindustrie. Beim Aufbau und Betrieb kamen zigtausende ausländische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter zum Einsatz: Männer und Frauen, Jugendliche und Kinder aus mehr als dreißig Nationen. Diesen Menschen ist diese Dauerausstellung gewidmet.

Ein wichtiges Projekt gegen das Vergessen.

Wir waren von Beginn der Umbauarbeiten in der voestalpine Konzernzentrale mit an Bord. Unsere Aufgabe bei diesem Mamutprojekt war, der von Alexandre Collon konzipierten Dauerausstellung ein grafisches Gesicht zu geben. Auf Basis des voestalpine Corporate Designs wurde ein eigenes Gestaltungskonzept für die Ausstellung erarbeitet, die später in ein Museum umgewidmet wurde.

Als optischer Aufhänger des Gestaltungskonzeptes dient dazu ein Designelement aus gekreuzten Linien, das in beliebiger Länge einsetzbar ist. Es spiegelt den Zwang hinter Stacheldrahtzäunen und lebensbedrohlichen Bedingungen zu arbeiten ebenso wider, wie die vielen Puzzlestücke, aus denen diese einzigartige Geschichtsaufarbeitung zusammengestellt wurde. Die damalige voestalpine Fleißtext-Schrift Candida, die um 1936 entstanden ist, wurde hier kurzerhand zur Headline-Schrift befördert. So wurde eine eigenes, aber dennoch vertrautes Erscheinungsbild geschaffen, das dem ernsthaften Thema genügend Respekt zollt.

Dieses umfangreiche und fordernde Projekt ist in den letzten Jahren noch um zeitlich begrenzte Sonderausstellungen ergänzt worden. Die erste beschäftigt sich mit Emilie Schindler, der Ehefrau von Oskar Schindler, mit dem sie zusammen etwa 1.200 Juden vor dem Tod rettete.

Die zweite Sonderausstellung „Philibert & Fifi“ widmete sich den Karikaturen und Zeichnungen des französischen Zwangsarbeiters Philibert Charrin, der während seinem Zwangseinsatz mit spitzer Feder und einer großen Portion Humor in seinem Skizzenblock die Lebenswelt der Zwangsarbeiter festhielt.

Durch das grafische Gesamtkonzept, ist es gelungen nicht abzuschrecken, sondern einen umfassenden Spannungsbogen zu schaffen. Die Zusammenarbeit mit Thomas Füreder war hervorragend und ist mit ein Grund für das internationale hohe Ansehen des voestalpine Zeitgeschichte Museums.Mag. Alexandre Collon MA, Ausstellungsinhalte und -design

Eine unserer wichtigsten Aufgaben war, ein ausgewogenes und gut lesbares Typografie-Konzept für die textlastigen Ausstellungsinhalte zu entwickeln.Thomas Füreder, Kreativdirektor Gestalterei

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